{"id":1260,"date":"2016-03-09T08:33:14","date_gmt":"2016-03-09T08:33:14","guid":{"rendered":"https:\/\/veesbook.net\/wordpress\/?page_id=1260"},"modified":"2016-03-11T16:53:22","modified_gmt":"2016-03-11T16:53:22","slug":"meine-schulzeit-2","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/veesbook.net\/wordpress\/geschichten\/erinnerungen-ii\/meine-schulzeit-2\/","title":{"rendered":"Meine Schulzeit"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-size: large; font-family: verdana,geneva,sans-serif;\"><b>Meine Schulzeit<\/b><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small; font-family: verdana,geneva,sans-serif;\">&#8211; Ein Sch\u00fcler von damals erinnert sich &#8211;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small; font-family: verdana,geneva,sans-serif;\">Ich geh\u00f6re zu dem letzten Jahrgang, der die Schule Westervesede volle 8 Jahre durchlaufen hat. Einschulung: April 1961 &#8211; Schulentlassung: M\u00e4rz 1969<br \/>\nUnsere Lehrerin im 1. Schuljahr war Frau Rieke, die die Schule aber schon zum April 1962 verlie\u00df. Ab April 1962 \u00fcbernahm die Ehefrau von Hauptlehrer Cordts die Klassen 2 \u2013 4. Das 1. Schuljahr und die Klassen 5 \u2013 8 unterrichtete Herr Cordts, der im Sch\u00fctzenverein auch Schie\u00dfsportleiter und im Gemeinderat Westervesede auch Schriftf\u00fchrer war.<br \/>\nIn die Schule gehen, das hie\u00df f\u00fcr mich und viele andere erst einmal, die hochdeutsche Sprache zu lernen, denn bis dahin gab es f\u00fcr uns nur Plattdeutsch.<br \/>\nIrgendwie aber fehlt mir die Erinnerung an besondere Vorkommnisse aus den erster vier Schuljahren. Uns wurde aber im Wesentlichen Lesen, Schreiben, Rechnen und eine \u201esaubere Handschrift\u201c beigebracht.<br \/>\n1961 wurden eingeschult:<br \/>\nKlaus Wahlers (Gerken), Wilfried Bruns (Schnittgers), Reinhard H\u00e4nsel (wohnten damals bei Wichern), Heidemarie J\u00fcrges, Monika v. Borstel, Heidi Rieke (Tochter der Lehrerin).<br \/>\nAb der 5. Klasse kamen wir dann in die Klasse der Gro\u00dfen (Raum zur Stra\u00dfe).<br \/>\nHier war die Sitzordnung:<br \/>\n1. Reihe: 1. Schuljahr (Unterricht von 11 \u2013 12.30<br \/>\n2. Reihe: noch 1.Schuljahr und einen Tisch f\u00fcr Sch\u00fcler, die im Unterricht st\u00f6rten oder auffielen.<br \/>\nDie weiteren 4 B\u00e4nke waren mit den darauffolgenden Klassen 5 \u2013 8 \u2013 je nach Klassenst\u00e4rke \u2013 belegt.<br \/>\nAm Schulanfang bekamen wir einen Stundenplan, der eigentlich selten eingehalten wurde. Unterrichtet wurde in den F\u00e4chern Rechnen, Deutsch, Musik, Erdkunde. Geschichte, Naturkunde,Sport, Malen (Kunst) und Religion.<br \/>\nZu den einzelnen F\u00e4chern:<br \/>\n<b>Rechnen: <\/b>wurde jeden Tag unterrichtet. 5.\/6. Klasse und 7.\/8. Klasse bearbeiteten jeweils den gleichen Stoff. W\u00e4hrend die 5.\/6. Klasse unterrichtet wurde, musste die 7.\/8. Klasse \u00dcbungsaufgaben durchf\u00fchren oder eben umgekehrt.<br \/>\n<b>Deutsch:<\/b> wurde auch jeden Tag unterrichtet. Ablauf wie beim Rechnen. F\u00fcr sch\u00f6ne Schrift und Sauberkeit gab es folgenden besonderen Einsatz.<br \/>\nIn der Zeit vom 1.April bis zu den Sommerferien fiel die letzte Stunde wegen Unterrichts des 1. Schuljahres aus. F\u00fcr die Sch\u00fcler, die einen Aufsatz, Diktat usw. nicht sauber oder mit Fehlern geschrieben hatten, gab es allerdings keine Freistunde. Nochmal abschreiben \u2013 hie\u00df es, manchmal auch nur, weil man etwas durchgestrichen hatte oder den Rand auf dem Blatt schief gezogen hatte. Der Rekord lag bei 14 x abschreiben einer Arbeit.<br \/>\n<b>Musik:<\/b> 1 Stunde pro Woche. Volkslieder singen &#8211; au\u00dfer zu Weihnachten, Volkstrauertag und Erntefest , da musste f\u00fcr Auftritte ge\u00fcbt werden.<br \/>\nDie Note gab es f\u00fcrs Vorsingen kurz vor den Zeugnissen. (Singen war nie meine St\u00e4rke, bei Auftritten durfte ich nur den Mund auf und zu machen.)<br \/>\n<b>Sport:<\/b> 3mal die Woche 1 Std. Meistens wurden Spiele wie Laufball, Korbball, V\u00f6lkerball durchgef\u00fchrt. Im Sommer war das \u00dcben f\u00fcr die Bundesjugendspiele auf dem Sportplatz in Westervesede angesagt. Die einzelnen Wettbewerbe waren: Werfen (Schlagball, Handball), Laufen \u2013 je nach Alter 50 m oder 75m. Unsere \u00dcbungsbahn war die Stra\u00dfe zum Tavenhorn. Weitsprung\/Hochsprung \u00fcbten wir in der Sprunggrube im ehemaligen Garten des Schulgel\u00e4ndes \u2013 heute Feuerwehrhaus. Bei den Bundesjugendspielen in Ostervesede , gemeinsam mit den Schulen Ostervesede und Bartelsdorf,wurde auch ein Staffellaufwettkampf und ein V\u00f6lkerballturnier zwischen den drei Schulen durchgef\u00fchrt.<br \/>\nBei schlechtem Wetter fiel der Sportunterricht zu Gunsten anderer F\u00e4cher einfach aus.<br \/>\nWar im Winter mal eine gro\u00dfe Eisfl\u00e4che oder viel Schnee vorhanden, wurden alle Sportstunden zusammengelegt und es ging den ganzen Unterrichtstag mit Schlitten zum kleinen Lohberg oder aufs Eis.<br \/>\n<b>Erdkunde, Geschichte und Naturkunde:<\/b> Ein Thema f\u00fcr alle 4 Schuljahre. Diese F\u00e4cher standen w\u00f6chentlich auf dem Stundenplan. Unterrichtet wurde aber so lange in einem Fach, bis das Thema durch war und mit einem Test beendet wurde.<br \/>\nIn Naturkunde gab es jedes Fr\u00fchjahr eine Expedition in die Feldmark von Westervesede und im Winter einen Diavortrag von G\u00fcnter Synatzschke aus Rotenburg \u00fcber die Vogelwelt und die Natur der Umgebung. Es waren sehenswerte Aufnahmen. Die gefundenen Pflanzen und die Dias galten als Unterrichtsvorlage. Zum Erdkundeunterricht geh\u00f6rte auch die Heimatkunde. Hier ging es um Orte, Kirchspiele, Fl\u00fcsse, Seen usw. im Landkreis Rotenburg und Regierungsbezirk Stade. So, glaube ich zu mindestens, k\u00f6nnen die meisten von uns noch ohne Navi von Westervesede nach Ostervesede fahren.<br \/>\nAn den 2 letzten Stunden am Samstag stand Malen (Kunst) auf dem Programm. Jedes Fr\u00fchjahr der bl\u00fchende Kastanienbaum, eine Winterlandschaft usw. Die letzten vier Wochen vor Weihnachten war Sterne basteln angesagt.<br \/>\nAb und an gab es auch mal eine saftige Ohrfeige, was heute wohl zu einer Beschwerde der Eltern oder einer Anzeige wegen Misshandlung f\u00fchren w\u00fcrde, damals aber z\u00e4hneknirschend von den Sch\u00fclern in Kauf genommen wurde. Ein Fall liegt mir noch in guter Erinnerung. Wir schrieben gerade ein Diktat. Der Mitsch\u00fcler sa\u00df am \u201eStraftisch\u201c vorne zwischen der 1. und 5. Klasse. Herr Cordts ging durch die Reihen und sah den Sch\u00fclern \u00fcber die Schulter. Auf einmal schrie er los: \u201eDu S\u00fcllskopf!\u201c und haute ihm volle Kante an den \u201eS\u00fcllskopf\u201c.<br \/>\nKurz vor den Sommerferien wurde jedes Jahr ein Schulausflug durchgef\u00fchrt. Ziele waren: Krautsand, Bremerhaven, die Wingst und Cuxhaven. Der weiteste Ausflug, den ich mitmachte, f\u00fchrte nach Minden und zur Porta Westfalica.<br \/>\nNach den Sommerferien fingen wir an, f\u00fcr den Erntefestauftritt zu \u00fcben. Mit Liedern, Gedichten und dem B\u00e4ndertanz (nur Sch\u00fcler der 7. und 8. Klassen) beteiligten wir uns an der Erntefeier. Der n\u00e4chste Auftritt mit Liedern und Gedichten war dann am Kriegerdenkmal anl\u00e4sslich des Volkstrauertages im November. In den letzten 4 Wochen vor Weihnachten fand meist nur ein Teil des Unterrichtes statt. Die Weihnachtsfeier am Abend des 4. Advents auf Hanschens Saal musste vorbereitet werden. Das hie\u00df, Sterne basteln, Theater \u00fcben, Lieder und Gedichte einstudieren.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small; font-family: verdana,geneva,sans-serif;\"><br \/>\nEine wichtige Funktion hatte f\u00fcr uns Sch\u00fcler bei Klassenarbeiten unser Torfkasten (Papierkorb). Die F\u00fcllfederhalter klecksten immer gerade w\u00e4hrend der Klassenarbeiten. Also musste der Torfkasten aufgesucht werden. Hinterlassen wurde ein Spickzettel, der vom n\u00e4chsten klecksenden F\u00fcller wieder entnommen wurde.<br \/>\nAuch nach der Schule gab es Aufgaben, die von den Sch\u00fclern f\u00fcr das Dorf erledigt wurden. Da Lehrer Cordts auch die Laufzettel (heute Lokalpostille) aufsetzte, mussten diese auch von den Sch\u00fclern verteilt werden. Im Herbst gab es f\u00fcr die Sch\u00fcler der 8. Klasse die M\u00f6glichkeit, sich etwas Taschengeld beim Einsammeln von Proben f\u00fcr Kartoffelnematodenuntersuchungen zu verdienen. Eine weitere Aufgabe gab es bei Beerdigungen. Die Trauerfeier fand damals noch im Trauerhaus statt. Vom Trauerhaus bis zum Friedhof f\u00fchrte eine Gruppe der \u00e4lteren Sch\u00fcler mit dem Lehrer singend den Trauerzug an.<br \/>\nEine lustige Begebenheit noch zum Schluss, die sich aber vor meiner Schulzeit abgespielt haben soll. W\u00e4hrend des Unterrichts sagte der Lehrer zu Johann B.: \u201eOb du da sitzt oder ein Holzklotz, das ist doch egal.\u201c Am anderen Tag stellte Johann B. einen mit einem Gesicht bemalten Holzklotz auf seinen Platz und ging wieder nach Hause. Wie die Geschichte endete, ist mir nicht bekannt.<br \/>\nIch hoffe, dass ich mit diesen Bericht einen kleinen Eindruck schaffen konnte, wie es fr\u00fcher hier in der Schule zuging. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small; font-family: verdana,geneva,sans-serif;\">Klaus Dittmer<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Meine Schulzeit &#8211; Ein Sch\u00fcler von damals erinnert sich &#8211; Ich geh\u00f6re zu dem letzten Jahrgang, der die Schule Westervesede volle 8 Jahre durchlaufen hat. Einschulung: April 1961 &#8211; Schulentlassung: M\u00e4rz 1969 Unsere Lehrerin im 1. Schuljahr war Frau Rieke, die die Schule aber schon zum April 1962 verlie\u00df. 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