{"id":1306,"date":"2016-03-11T16:37:11","date_gmt":"2016-03-11T16:37:11","guid":{"rendered":"https:\/\/veesbook.net\/wordpress\/?page_id=1306"},"modified":"2017-06-26T12:18:30","modified_gmt":"2017-06-26T10:18:30","slug":"de-duevelsdaler","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/veesbook.net\/wordpress\/geschichten\/sagen-plattdeutsch-verteller\/de-duevelsdaler\/","title":{"rendered":"De D\u00fcvelsdaler"},"content":{"rendered":"<div class=\"one-half first\">\n<p><span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif;\">In de schlechte Tied na de Freiheitskriege <em>(1815\/16)<\/em> m\u00fc\u00df uck Kleversbur <em>(?)<\/em> in Vees sienen Hof verk\u00f6pen un beheul blos sien ole H\u00fc\u00dfelhus. Dar wahn he mit sien Fro un\u00b4n paar litje Kinner. He is dann bald storben. Sien Fro bleef mit de Kinner besitten ub n\u00fcms k\u00fcmmer siek um eehr. Wat\u00b4n Wunner, dat se mit de Tied up schlechte Gedanken k\u00f6m. Se reup dinn D\u00fcvel to H\u00fclp un verschreef um ehr Seligkeit. Darv\u00f6r kreeg se vun \u00fcm enen blanken Daler, de nich al wern d\u00e4.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif;\"> Winn se dinn utgeben had, dinn bruk se blo\u00df to seggen: Daler ick rop di, dinn k\u00f6m he forts anflegen ub leeg woller in ehr Hand. Dat dur abe nich lang, dinn w\u00f6r dat in Schee\u00dfel lutmerig worn, wat mit dinn Daler los w\u00f6r. At de Schalchter. de damals in Miesners H\u00fc\u00dfelhus wahn, uck darbi rinnfulln w\u00f6r, teuf he dar blo\u00df up, dat de Froh siek noch mal woller bi \u00fcm sehn leet. Dat dur uck nicht lang. At de Froh dinn wolleer mehr ehr Daler betalt har, nehm he dat Geldst\u00fcck un nagel dat mit veer schmerte Nagels up sien Haublock fa\u00df. Dar seet he und da sch\u00fcll he sitten blieven. Ja, fleitjepiepen. Kum ha de Froh in\u00b4n Hus ehren Spruch hersegt, da nei de Daler mit dinn ganzen Haublock d\u00f6r dat Fenster un na Vees to. Darmit w\u00f6r aber de Speuk ut, un de H\u00fc\u00dfell\u00fcr sind naher all mitnanner na Amerika tiert.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif;\"> (Quelle: 1979 &#8211; Sagen aus dem Lande zwischen Niederelbe und Niederweser; J.F. Zeller, Zeven)<\/span><\/p>\n<\/div><div class=\"one-half\">\n<p><span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif;\"><strong>Der Teufelstaler<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif;\">In der schlechten Zeit nach dem Freiheitskrieg musste auch Kleversbur in Vees seinen Hof verkaufen und er behielt nur sein altes H\u00e4uslingshaus. Dort wohnte er mit seiner Frau und ein paar Kindern. Er ist dann auch bald gestorben. Seine Frau blieb mit den Kindern sitzen und niemans k\u00fcmmerte sich um sie.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif;\">Da war es kein Wunder, dass sie mit der Zeit auf schlechte Gedanken kam. Sie rief den Teufel zur Hilfe und verschrieb ihm seine Seele. Daf\u00fcr bekam sie von ihm einen blanken Taler, den sie nie verlieren w\u00fcrde. Wenn sie ihn ausgegeben hatte, dann brauchte sie nur zu sagen: \u201eTaler ich rufe dich.\u201c Dann kam er sofort angeflogen und lag wieder in ihrer Hand.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif;\">Es dauerte aber nicht lange, dann war es in Schee\u00dfel bekannt geworden, was mit dem Taler los war. Als der Schlachter, der damals in Miesners H\u00e4uslingshaus wohnte, auch dabei reingefallen war, wartet er nur darauf, dass die Frau sich noch einmal bei ihm sehen lie\u00dfe. Das dauerte auch nicht lange. Als die Frau dann wieder mit dem Taler bezahlen hatte, nahm er das Geldst\u00fcck und nagelte es mit vier schweren N\u00e4geln auf seinem Haublock fest. Da sa\u00df er und da sollte er auch sitzen bleiben. Aber Pustekuchen! Kaum hatte die Frau zu Hause ihren Spruch hergesagt, da flog der Taler mitsamt dem Haublock durch das Fenster und nach Vees.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif;\">Damit war aber der Spuk vorbei; und die H\u00e4uslinge haben sich \u00a0alle miteinander nach Amerika verzogen.<\/span><\/p>\n<\/div><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"parent":299,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_genesis_hide_title":false,"_genesis_hide_breadcrumbs":false,"_genesis_hide_singular_image":false,"_genesis_hide_footer_widgets":false,"_genesis_custom_body_class":"","_genesis_custom_post_class":"","_genesis_layout":"full-width-content","footnotes":""},"class_list":["post-1306","page","type-page","status-publish","entry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/veesbook.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1306","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/veesbook.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/veesbook.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/veesbook.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/veesbook.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1306"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/veesbook.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1306\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2942,"href":"https:\/\/veesbook.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1306\/revisions\/2942"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/veesbook.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/299"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/veesbook.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1306"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}