{"id":1525,"date":"2016-03-15T12:22:22","date_gmt":"2016-03-15T12:22:22","guid":{"rendered":"https:\/\/veesbook.net\/wordpress\/?page_id=1525"},"modified":"2017-05-03T08:09:40","modified_gmt":"2017-05-03T08:09:40","slug":"landwirtschaft-im-jahre-2014-ilse-broocks","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/veesbook.net\/wordpress\/landwirtschaft-im-jahre-2014-ilse-broocks\/","title":{"rendered":"Landwirtschaft im Jahre 2014   (Ilse Broocks)"},"content":{"rendered":"<p>Es hat sich in den letzten Jahren ein geh\u00f6riger Wandel in der Landwirtschaft vollzogen. Die b\u00e4uerlichen Betriebe sind gezwungen sich immer wieder wechselnden Bedingungen anzupassen, wenn sie ihr Bestehen sichern wollen. Aus wirtschaftlichen Gr\u00fcnden, oder weil ein Hofnachfolger fehlt, geben immer wieder landwirtschaftliche Betriebe auf und verpachten oder verkaufen ihre Ackerfl\u00e4chen an Berufskollegen.<\/p>\n<p>In Deepen gab es im Jahre 1984 zehn Vollerwerbsbetriebe. 2014 waren es dagegen nur noch 6 Vollerwerbsbetriebe und zwei Betriebe, die im Nebenerwerb betrieben werden.<\/p>\n<p>In den letzten Jahren hat sich der Anbau von Kartoffeln und Getreide stark verringert. Der Maisanbau steht im Vordergrund, da der Bau von Biogasanlagen in unserem Landkreis Einzug gehalten hat. Es ist ein zwiesp\u00e4ltiges Thema, denn die Energiegewinnung durch Biogas steht der \u201eVermaisung\u201c unserer Landschaft gegen\u00fcber. Dies ist ein vieldiskutiertes Thema. Mitte der 70er Jahre wurde bei uns auf wenigen Fl\u00e4chen mit dem Anbau von Mais begonnen, um die Futterversorgung der Tiere zu sichern. Nach und nach verdr\u00e4ngte der Mais die Runkelr\u00fcbe und die Steckr\u00fcbe, da er h\u00f6here Ertr\u00e4ge lieferte und nicht so arbeitsaufwendig war.<\/p>\n<p>Die Strohernte hat sich auch sehr vereinfacht, denn es ist viel einfacher einen Quaderballen von 2,50m L\u00e4nge mit dem Frontlader zu packen, als kleine Hochdruckballen &#8211; die ca 10-12 kg wiegen &#8211; in der Scheune oder auf dem Strohboden in schwei\u00dftreibender Handarbeit zu stapeln.<\/p>\n<p>Auch die Umstellung von Tretmistst\u00e4llen- &#8211; die fast t\u00e4glich frisch eingestreut werden mussten &#8211; auf Spaltenb\u00f6den aus Beton brachte eine gro\u00dfe Arbeitserleichterung mit sich und machte die Haltung h\u00f6herer St\u00fcckzahlen an Vieh erst m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Die anfallende G\u00fclle wird als wertvoller D\u00fcnger auf den Feldern und Wiesen ausgebracht \u2013 dadurch wird Handelsd\u00fcnger eingespart. Die G\u00fclle und der anfallende Mist sind die nat\u00fcrlichsten D\u00fcnger auf unseren sandigen B\u00f6den und schlie\u00dfen den N\u00e4hrstoffkreislauf vom Feld \u00fcber den Trog wieder in den Boden. Zudem sind die Landwirte stets bem\u00fcht, nach der Ernte durch Aussaat von verschiedenen Gr\u00fcnd\u00fcngerarten f\u00fcr eine ausreichende Humusbildung zu sorgen und so das Wirtschaften nachhaltiger zu gestalten.<\/p>\n<p>Die Zahl der Milchk\u00fche in unserem Bereich hat sich in den letzten Jahren erh\u00f6ht, da die Nachfrage nach Molkereiprodukten (auch f\u00fcr den Export) w\u00e4chst. Im Jahre 1984 wurde die Milchquotenregelung eingef\u00fchrt unter Zugrundelegung der Liefermengen von 1981 und 1983.<\/p>\n<p>Der Landwirt hatte sich an seine Liefermengen zu orientieren und \u00dcbermengen konnten mit anderen Landwirten, die ihre Liefermenge unterschritten, verrechnet werden. Bei \u00dcberlieferung der Quote drohte sonst eine sogenannte \u201eSuperabgabe\u201c als Strafe.<\/p>\n<p>Ab dem 01.04.14 wird es keine Milchquotenregelung mehr geben \u2013 es ergibt sich die Frage: \u201eWo wird die Reise preislich hingehen?\u201c Im Jahre 2014 lag der Milchpreis bei ca -,36 \u20ac je kg.<\/p>\n<p><strong>Die Entwicklung der Motorisierung und Mechanisierung.<\/strong><br \/>\nUm die Produkte immer preiswerter anzubieten, wie der Verbraucher es nun mal verlangt, werden immer mehr Arbeitskr\u00e4fte in der Produktion landwirtschaftlicher Erzeugnisse von Maschinen ersetzt.<\/p>\n<p>Der Einzug vollmechanischer Maschinen l\u00e4sst es zu, dass der Landwirt viel Fl\u00e4che in kurzer Zeit bearbeiten kann.<\/p>\n<p>Der M\u00e4hdrescher heutzutage m\u00e4ht das Getreide, drischt es aus, l\u00e4sst das Korn in einen Korntank fallen und legt das Stroh im Schwad hinter sich ab. Je nach Einstellung des Dreschers kann das Stroh auch gleich geh\u00e4ckselt und so dem Boden wieder zugef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>Die Kartoffelernte blieb vom technischen Fortschritt nat\u00fcrlich auch nicht verschont. So erfolgt sie mit einem Roder, der eine oder auch mehrere Reihen zugleich aufnehmen kann. Auf dem Roder sortieren Mitarbeiter die schlechten Kartoffeln und Steine aus, bevor die Kartoffeln so schonend wie m\u00f6glich in den Bunker laufen und anschlie\u00dfend auf gro\u00dfen Anh\u00e4ngern ins Lager gebracht werden. Dabei \u00fcbernimmt der Roder schon einen gro\u00dfen Teil der Reinigung der Kartoffeln.<\/p>\n<p>Der Mais wurde in den ersten Jahren mit einem \u201eEinreiher\u201c geerntet \u2013 die Fl\u00e4chengr\u00f6\u00dfe war ja auch dementsprechend kleiner als heute. Heute nimmt der H\u00e4cksler mit 800 PS bis zu 12 Reihen zugleich auf. Der Mais wird in Mieten gelagert und sorgf\u00e4ltig abgedeckt, um damit die eigenen Tiere oder eine Biogasanlage zu versorgen.<\/p>\n<p>Alles in allem w\u00e4re eine Landwirtschaft in der heutigen Zeit nicht mehr ohne moderne Technik realisierbar, da immer mehr hungrige M\u00fcnder auf ihr t\u00e4glich Brot warten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ilse Broocks<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es hat sich in den letzten Jahren ein geh\u00f6riger Wandel in der Landwirtschaft vollzogen. Die b\u00e4uerlichen Betriebe sind gezwungen sich immer wieder wechselnden Bedingungen anzupassen, wenn sie ihr Bestehen sichern wollen. Aus wirtschaftlichen Gr\u00fcnden, oder weil ein Hofnachfolger fehlt, geben immer wieder landwirtschaftliche Betriebe auf und verpachten oder verkaufen ihre Ackerfl\u00e4chen an Berufskollegen. 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