{"id":2877,"date":"2017-04-25T07:25:24","date_gmt":"2017-04-25T07:25:24","guid":{"rendered":"https:\/\/veesbook.net\/wordpress\/?page_id=2877"},"modified":"2025-05-14T11:39:35","modified_gmt":"2025-05-14T09:39:35","slug":"die-geschichte-unseres-dorfes-teil-ii-1500-ca-1800-n-chr","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/veesbook.net\/wordpress\/historisches\/historisches-2\/die-geschichte-unseres-dorfes-teil-ii-1500-ca-1800-n-chr\/","title":{"rendered":"Dorfgeschichte II. &#8211; (1800 &#8211; 1945)"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hollandg%C3%A4nger\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> (Hollandg\u00e4nger<\/a>Dorfgeschichte II. &#8211; Die Zeit der Agrarreformen und Einfl\u00fcsse der industriellen Entwicklung<\/strong><\/p>\n<p><strong>Die Gemeinheitsteilung<\/strong><br \/>\nSeit Mitte des 18. Jahrhunderets gab es von staatlicher Seite aus steuerpolitischen Gr\u00fcnden immer wieder die Bestrebung, landwirtschaftliche Reformen in Gang zu setzen, verst\u00e4rkt wurden diese durch die in der Aufkl\u00e4rung begr\u00fcndeten Auffassung, dass alle Menschen gleich, vern\u00fcnftig und gut seien und mithin Bauern nicht l\u00e4nger in einem Abh\u00e4ngigkeitsverh\u00e4ltnis zu ihrem Grundherrn stehen d\u00fcrften.<br \/>\nErst durch die \u201eOrdnung\u00a0 \u00fcber die Theilung der Allmende und Verkoppelung der zerrissenen Felder \u2026 vom 26. Juli 1825\u2033 gelang es im Rahmen einer Generalteilung die Gemeinheitsfl\u00e4chen (Allmende) der einzelnen Gemeinden zun\u00e4chst festzulegen und danach im Rahmen der Spezialteilung\u00a0 diese Fl\u00e4chen auf die einzelnen Berechtigten aufzuteilen. Parallel hierzu wurden in der Verkoppelung, die bisher vielfach zersplitterten Ackerfl\u00e4chen zu zusammenh\u00e4ngenden Einheiten zusammengefa\u00dft.<\/p>\n<p>Eine entscheidende Ver\u00e4nderung brachte erst die <strong>Verkoppelung<\/strong> (heute mit der Flurbereinigung vergleichbar) mit sich. F\u00fcr Westervesede wurde hierzu der Antrag am 16. November 1843 gestellt, woraufhin die gesamten privaten und gemeinschaftlich genutzten Grundst\u00fccke an Acker, Wiesen, Weide, Heide und Moor geteilt und verkoppelt wurden. Ausgenommen war nur das Gemeindeholz, das heute noch als Interessenforst im Gemeinbesitz der 19 \u00e4ltesten Bauernstellen ist. Um bei der Neuverteilung gerecht verfahren zu k\u00f6nnen, wurden die Fl\u00e4chen in G\u00fcteklassen eingeteilt. Dazu wurde als Ma\u00dfstab die \u201eKuhweide\u201c festgesetzt, und zwar war dies die Fl\u00e4che, \u201eauf der eine Kuh dauernd satt werden konnte\u201c. Je schlechter daher das Land war, desto gr\u00f6\u00dfer war die Fl\u00e4che.<\/p>\n<p>Erst durch die Verkoppelung und die Abl\u00f6sung der Meiergef\u00e4lle erhielt der Hofbesitzer das uneingeschr\u00e4nkte Verf\u00fcgungsrecht \u00fcber seinen Hof zugebilligt, was auch als gesetzliche Regelung in der \u201eH\u00f6feordnung von 1874\u201c festgelegt wurde. Erst jetzt konnte verwirklicht werden, was hunderte von Jahren nicht m\u00f6glich war: die Ansiedlung neuer Hofstellen.\u00a0Eigent\u00fcmer der H\u00f6fe und Ackerfl\u00e4chen\u00a0 waren bisher nicht die Bauern \u2013 Eigent\u00fcmer waren die Grundherren: Adlige, die Kirche und ggf. auch Kl\u00f6ster. Die Rechtsverh\u00e4ltnisse zwischen ihnen und den Bauern wurden u.a. durch das Meierrecht geregelt. Die Bauern sa\u00dfen danach auf ihren H\u00f6fen in einer Form Erbpachtrecht und hatten gegen\u00fcber den jeweiligen\u00a0 Grundherren Dienste und Abgaben zu leisten. Wald. Moor, Bruch und \u00d6dlandfl\u00e4chen geh\u00f6rten zur Allmende und wurden von allen gemeinsam genutzt.<br \/>\nBis zur Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der gr\u00f6\u00dfte Teil der Fl\u00e4chen in der Gemarkung Westervesede von allen Bauern gemeinsam bewirtschaftet; dies galt\u00a0 f\u00fcr Wiesen, Heide, Moor und Bruch, aber auch f\u00fcr die W\u00e4lder, in denen die Schweine geh\u00fctet wurden, da dort reichlich Eicheln zur Maste zu finden waren. Lediglich die Ackerfl\u00e4chen, der Wischhof und die Hoffl\u00e4chen waren im Besitz der einzelnen Bauern. Der gr\u00f6\u00dfte Teil der Fl\u00e4chen der Gemarkung Westervesede von allen Bauern gemeinsam bewirtschaftet, und dies galt f\u00fcr die Wiesen, Heide, Moor und den Bruch, aber auch f\u00fcr die W\u00e4lder, in denen die Scheine geh\u00fctet wurden, da dort reichlich Eicheln zur Mast zu finden waren. Lediglich die Ackerfl\u00e4chen, der Wischhof und die Hoffl\u00e4che waren im Besitz \u2013 nicht aber im Eigentum \u2013 der einzelnen Bauern.<br \/>\nSolange der Gemeinbesitz allen geh\u00f6rte, war niemand bereit gewesen, davon etwas abzugeben. Jetzt konnte jeder Bauer frei \u00fcber seinen Besitz verf\u00fcgen und Br\u00fcdern, S\u00f6hnen oder anderen Verwandten die M\u00f6glichkeit zur Hofgr\u00fcndung geben oder Land verkaufen.<\/p>\n<p>Waren zu Beginn des 19. Jahrhunderts auch nur 19 Hofstellen vorhanden, so gab es 1880 bereits 64 Geh\u00f6fte mit Viehhaltung.<\/p>\n<figure id=\"attachment_936\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-936 size-full\" src=\"https:\/\/veesbook.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Wv-60-H%C3%B6fe-vor-1860-Karte.jpg\" sizes=\"auto, (max-width: 3523px) 100vw, 3523px\" srcset=\"https:\/\/veesbook.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Wv-60-H\u00f6fe-vor-1860-Karte.jpg 3523w, https:\/\/veesbook.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Wv-60-H\u00f6fe-vor-1860-Karte-300x167.jpg 300w, https:\/\/veesbook.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Wv-60-H\u00f6fe-vor-1860-Karte-800x445.jpg 800w\" alt=\"Wv nach der Gemeinheitsteilung\" width=\"3523\" height=\"1959\" \/><figcaption class=\"wp-caption-text\">Westervesede Die rot markierten Hofstellen sind nach der Gemeinheitsteilung entstanden.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Ein dritter Schritt der Agrarreform war die <strong>Abl\u00f6sung der grundherrschaftlichen Lasten<\/strong> mit der \u201eVerordnung \u00fcber die bei der Abl\u00f6sung der grund- und gutsherrlichen Lasten und Regulierung der b\u00e4uerlichen Verh\u00e4ltnisse zu befolgenden Grunds\u00e4tze\u201c vom Juli 1833.<br \/>\nDie Abl\u00f6sungsverordnung sah hierf\u00fcr den 25fachen Jahresbetrag aller bisherigen Verpflichtungen des Meiers gegen\u00fcber seinem Grundherrn vor.<br \/>\nDa\u00a0 viele Bauern diese Betr\u00e4ge kurzfristig nicht erwirtschaften konnten, wurde\u00a0 die \u201eHannoversche Landeskreditanstalt\u201c geschaffen, die den Bauern langfristige Kredite gew\u00e4hrte.<\/p>\n<p>Auf Grund der schwierigen Verfahrensweise kam es auch h\u00e4ufiger zu Streitigkeiten, so dass sich das Verfahren f\u00fcr Westervesede von 1844 bis 1860 hinzog.<br \/>\nMit dem Abschluss Gemeinheitsteilung und der Verkoppelung stellten sich die D\u00f6rfer in einem v\u00f6llig neuen Bild dar. Die Ackerst\u00fccke waren zu gro\u00dfen Einheiten inmitten eines v\u00f6llig neu ausgebauten Wege- und Grabennetzes zusammengelegt und die Aussiedlung von Bauernh\u00f6fen aus dem eng begrenzten Dorfkern in die Feldflur setzte ein.<\/p>\n<p>Wie sehr sich das Landschaftsbild ge\u00e4ndert hat kann man bei einem Vergleich der Karten\u00a0 erahnen.<\/p>\n<p>Die Verkoppelung hatte aber auch mit sich gebracht, dass jeder nach seinem Gefallen roden, pfl\u00fcgen und ernten konnte und die Fl\u00e4chen somit auch intensiver und rationeller bewirtschaftet werden konnten. F\u00fcr die Ansiedlung weiterer H\u00f6fe, war es notwendig, Moor- und Heidefl\u00e4chen zu kultivieren. Eine Intensivierung der Landwirtschaft und die Bewirtschaftung der bisher nicht beackerten Fl\u00e4chen war aber nur m\u00f6glich, weil au\u00dfer dem einfachen (Einschar-)Pflug und dem D\u00fcngen mit dem nat\u00fcrliche Mist neue Techniken zum Einsatz kamen.<\/p>\n<p>siehe auch:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Dampfpflug\" data-wp-editing=\"1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1972\" src=\"https:\/\/veesbook.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/LOGO-e1460882984692.jpg\" alt=\"LOGO\" width=\"60\" height=\"37\" \/> Dampfpflug<\/a> ; \u00a0 \u00a0 \u00a0 <a href=\"https:\/\/veesbook.net\/wordpress\/historisches\/vom-organischen-duenger-zum-anorganischen-mineralduenger-kunstduenger\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1972\" src=\"https:\/\/veesbook.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/LOGO-e1460882984692.jpg\" alt=\"LOGO\" width=\"60\" height=\"37\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/veesbook.net\/wordpress\/historisches\/vom-organischen-duenger-zum-anorganischen-mineralduenger-kunstduenger\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> anorganischer D\u00fcnger<\/a><\/p>\n<p>Mit gro\u00dfer M\u00fche wurden die neuen Fl\u00e4chen umgebrochen, entw\u00e4ssert und bes\u00e4t.\u00a0\u00a0 So verringerte sich die Heidefl\u00e4che in der Gemarkung Westervesede mit jedem Jahrzehnt. Heute sind hier kaum noch Heidefl\u00e4chen vorhanden. Moorfl\u00e4chen gibt es auch heute noch auf dem \u201eGrevelsmoor\u201c, wo noch bis Anfang der 1960er Jahre Torf gestochen wurde. Dieser Torf diente zu allen Zeiten f\u00fcr Heizzwecke und war f\u00fcr die Einwohner des Ortes gerade zu Kriegszeiten und in den Jahren danach besonders wertvoll, , denn die damals zugeteilten Rationen an Heizmaterial reichten in den strengen Wintern nicht aus. Der im \u201eWittmoor\u201c gewonnene Torf bot da eine gute Alternative.<\/p>\n<p>Doch nicht f\u00fcr jeden Bewohner des Ortes bestand im 19. Jahrhundert die M\u00f6glichkeit, in der Landwirt\u00adschaft zu arbeiten und Geld zu verdienen, und auch im Bauhandwerk war die Zahl der Arbeitspl\u00e4tze begrenzt. Gerade auch f\u00fcr kleine H\u00f6fe war es schwierig, \u00fcber die Runden zu kommen, und so versuchten einige M\u00e4nner aus Westervesede das schmale Brot, das der karge Heideboden zu damaliger Zeit hergab , durch Gelegenheitsarbeit (Saisonarbeit) etwas aufzubessern. Im Sommer zur Heuerntezeit wurde dann die Sense mit Zubeh\u00f6r eingepackt, ein St\u00fcck Brot und Speck in den Rucksack getan und \u00fcber Bremen in Richtung Holland marschiert. Im Raume Dockum, Groningen und Westfriesland wurde f\u00fcr die dorigen Bauern, die wohl bereits eine andere Wirtschaftart kannten, Gras gem\u00e4ht. Es war eine harte Arbeit, die schon einige F\u00e4higkeiten erforderte. Aus glaubhafter \u00dcberlieferung wird gesagt, dass einige M\u00e4nner auf dem Hinweg in Bremen in einem Kaufhaus einen Beutel Reis (10-20 kg) kauften und diesen an die Familien zur\u00fcckschickten. Dieser Reis soll dann auf dem R\u00fcckweg von dem verdienten Geld bezahlt worden sein.<\/p>\n<p>(siehe auch: <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hollandg%C3%A4nger\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1972\" src=\"https:\/\/veesbook.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/LOGO-e1460882984692.jpg\" alt=\"LOGO\" width=\"60\" height=\"37\" \/><\/a><em> (Hollandg\u00e4nger)<\/em><\/p>\n<p>Andere sahen hier in ihrer Heimat keine Zukunft und wanderten aus. <a href=\"https:\/\/veesbook.net\/wordpress\/historisches\/historisches-3\/die-geschichte-unseres-dorfes\/auswanderer\/\" data-wp-editing=\"1\">(siehe:\u00a0 Auswanderer)<\/a><a href=\"https:\/\/veesbook.net\/wordpress\/historisches\/historisches-3\/die-geschichte-unseres-dorfes\/auswanderer\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-1972 size-full\" src=\"https:\/\/veesbook.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/LOGO-e1460882984692.jpg\" alt=\"LOGO\" width=\"60\" height=\"37\" \/><\/a><\/p>\n<p>So ist es aus der Zeit unserer Urgro\u00dfeltern \u00fcberliefert, aber die Empfindungen der damaligen Menschen, die sich mit einer heute unvorstellbaren Armut abqu\u00e4len mussten, k\u00f6nnen wohl nicht wiedergegeben werden.<\/p>\n<p>Eine entscheidende \u00c4nderung f\u00fcr Westervesede schien sich anzubahnen, als es im Jahre 1870\/71 um die Planung der Eisenbahnstrecke Bremen \u2013 Hamburg ging.\u00a0 <strong>(Karte)<\/strong> Diese sollte n\u00e4mlich aus der Richtung S\u00fcden \u00fcber Rotenburg, Veerse, Westervesede, Ostervesede und Fintel nach Hamburg f\u00fchren. Dies h\u00e4tte f\u00fcr Westervesede und die verkehrsm\u00e4\u00dfige Anbindung an die beiden Gro\u00dfst\u00e4dte dargestellt, und w\u00e4re die Grundlage f\u00fcr industrielle und gewerbliche Ansiedlung gewesen. Wie es in der \u00dcberlieferung hei\u00dft, sollen bereits die Schneisen f\u00fcr die Bahnstrecke geschlagen gewesen sein, und auch die Steine f\u00fcr den Bau eines Bahnhofes waren bereits gekauft, als die Streckenf\u00fchrung auf Wirken des Grafen Hans-Ludwig Adolf von Bothmer aus Lauenbr\u00fcck noch einmal hin zur jetzigen Linie ge\u00e4ndert wurde. Die gekauften Steine sollen dann sp\u00e4ter f\u00fcr den Bau der Schmiede Riepshoff verwandt worden sein.<\/p>\n<p>So blieb es denn auch in Westervesede bei der durch und durch landwirtschaftlichen Struktur. was aber auch Gutes mit sich brachte, denn so blieben die \u00f6rtlichen Gegebenheiten, die Sitten und Gebr\u00e4uche erhalten.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1972\" src=\"https:\/\/veesbook.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/LOGO-e1460882984692.jpg\" alt=\"LOGO\" width=\"60\" height=\"37\" \/><a href=\"https:\/\/veesbook.net\/wordpress\/historisches\/sitten-und-gebraeuche\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Sitten und Gebr\u00e4uche<\/a><\/p>\n<p>Das famili\u00e4re und das d\u00f6rfliche Geschehen fand fast ausschlie\u00dflich auf den H\u00f6fen selbst statt, allein schon um m\u00f6glichst kurze Verkehrsstrecken zu haben, da man damals ja noch keine motorisierten Verkehrsmittel kannte und auch die Wege nur Sandwege oder bestenfalls mit Feldsteinen gepflasterte Stra\u00dfen waren.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1972\" src=\"https:\/\/veesbook.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/LOGO-e1460882984692.jpg\" alt=\"LOGO\" width=\"60\" height=\"37\" \/>Stra\u00dfenbau) (Artikel folgt)<\/p>\n<p>Ein St\u00fcck \u201eIndustrie\u201c brachte der Schmiedemeister Heinrich Riepshoff aus Sittensen Ende des 19. Jahrhunderts in unseren Ort. Da es damals keine Schmiede in Westervesede und Umgebung gab, witterte er hier eine Marktl\u00fccke, kaufte sich im Jahre 1889 ein St\u00fcck Land und erbaute im Jahr darauf eine Schmiede und gleich nebenan eine Zimmerei mit S\u00e4gegatter. Zusammen mit dem Tischlermeister Johann Kr\u00f6ger, der sich eine Werkstatt \u00fcber der Schmiede eingerichtet hatte, wurden von nun an landwirtschaftliche Maschinen aller Art, in der Hauptsache aber G\u00f6pel und Dreschmaschinen gebaut.<\/p>\n<p>Nach einem Brand am 14. Januar 1925 wurde das inzwischen zu einer Maschinenfabrik angewachsene Unternehmen wieder aufgebaut, so wie das Geb\u00e4ude heute noch zu sehen ist. Da mit der Zeit immer weniger Holzteile an den Maschinen verwandt wurden, stieg Johann Kr\u00f6ger aus dem Unternehmen aus. Nach dem Tode des Heinrich Riepshoff am 4. Januar 1936 sollte der einzige Sohn Heinrich Riepshoff die Fabrik weiterf\u00fchren. Als dieser jedoch im zweiten Weltkrieg fiel, war damit das Ende der Maschinenfabrik Riepshoff &amp; Kr\u00f6ger gekommen, das sich weit \u00fcber die Grenzen des Ortes und des Kirchspiels einen Namen gemacht hatte.<\/p>\n<p>Doch nicht nur in dieser Familie hinterlie\u00df der Krieg schwere Wunden. Aus fast jeder Familie des Ortes starben Angeh\u00f6rige in einem der beiden Weltkriege oder wurden vermisst. So kamen von 71 Teilnehmern des 1. Weltkrieges 23 M\u00e4nner nicht wieder zur\u00fcck. Im zweiten Weltkrieg waren es sogar 39, die gefallen und vermisst waren.<\/p>\n<p>Ihnen allen zum Gedenken, in der Hoffnung, dass es nie wieder Krieg geben m\u00f6ge, sondern es vielmehr zu einer Verst\u00e4ndigung und einem dauerhaften Frieden zwischen den V\u00f6lkern kommen werde, wurde neben dem Friedhof ein Ehrenmal errichtet, wo die in 46 Felsbrocken eingekerbten Namen der\u00a0\u00a0 und Vermissten an die Kriegszeiten erinnern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(Hollandg\u00e4ngerDorfgeschichte II. &#8211; Die Zeit der Agrarreformen und Einfl\u00fcsse der industriellen Entwicklung Die Gemeinheitsteilung Seit Mitte des 18. 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