{"id":654,"date":"2016-02-19T13:32:35","date_gmt":"2016-02-19T13:32:35","guid":{"rendered":"https:\/\/veesbook.net\/wordpress\/?page_id=654"},"modified":"2016-03-09T08:58:45","modified_gmt":"2016-03-09T08:58:45","slug":"das-alte-forsthaus","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/veesbook.net\/wordpress\/geschichten\/erinnerungen-ii\/das-alte-forsthaus\/","title":{"rendered":"Das alte Forsthaus"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif;\">&#8230;. an der Schee\u00dfeler Stra\u00dfe<br \/>\n<\/span><\/p>\n<h4><a id=\"erinnerungen_an_das_alte_forsthaus_an_der_scheesseler_strasse\" name=\"erinnerungen_an_das_alte_forsthaus_an_der_scheesseler_strasse\"><\/a><\/h4>\n<div class=\"level4\">\n<p><img decoding=\"async\" class=\"media\" title=\"Postkarte 1\" src=\"https:\/\/wiki.veesbook.net\/lib\/exe\/fetch.php?w=300&amp;media=veeswiki:ralf_schroeder:ak_pensionshaus_paul_gutzeit_i.jpg\" alt=\"Postkarte 1\" width=\"300\" \/> <img decoding=\"async\" class=\"media\" title=\"Postkarte 2\" src=\"https:\/\/wiki.veesbook.net\/lib\/exe\/fetch.php?w=300&amp;media=veeswiki:ralf_schroeder:ak_pensionshaus_paul_gutzeit_ii.jpg\" alt=\"Postkarte 2\" width=\"300\" \/> <img decoding=\"async\" class=\"media\" title=\"Postkarte 3\" src=\"https:\/\/wiki.veesbook.net\/lib\/exe\/fetch.php?w=300&amp;media=veeswiki:ralf_schroeder:ak_pensionshaus_paul_gutzeit_iii.jpg\" alt=\"Postkarte 3\" width=\"300\" \/><\/p>\n<p><span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif;\">Dieses Haus hat eine bewegte Geschichte hinter sich.<\/span><\/p>\n<\/div>\n<p><span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif;\">Es wurde erbaut von einem J\u00e4ger aus Bremen und diente mehr oder weniger als seine Jagdh\u00fctte. Von diesem hat es das Ehepaar Gutheit erworben. Paul Gutheit war ein pensionierter Staatsf\u00f6rster, aber stark gehbehindert. Er hat wohl Verm\u00f6gen gehabt, was ihm dann geholfen hat, diese \u201eJagdh\u00fctte\u201c zu einem schmucken Haus um- und auszubauen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif;\">Zus\u00e4tzlich wurde ein Stallgeb\u00e4ude errichtet, wie es noch heute besteht. Hinter dem Stall befand sich an der West- und Traufenseite ein Fuchsbau mit einem lebenden Fuchs darin. Dann war dort noch eine Voliere mit allerhand interessanten V\u00f6geln, als zum Beispiel Fasanen, Goldfasanen, ein Pfauenpaar und Rebh\u00fchner. Des weiteren war in der N\u00e4he ein kleiner Verschlag mit einem lebenden Uhu darin. Wenn bei uns mal ein Huhn eingegangen war, musste ich es als Kind zum Fuchs oder zum Uhu bringen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif;\">Frau Gutheit war eine ausgezeichnete K\u00f6chin. Sie war, bevor das Ehepaar nach Westervesede zog, K\u00f6chin bei Prinz Heinrich gewesen. Prinz Heinrich war der Bruder des letzten Kaisers.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif;\">Die gute K\u00fcche und ein sch\u00f6nes Haus, wie auch ein interessantes Umfeld, lie\u00df vor dem Krieg viele wohlhabende Menschen ihre \u201eSommerfrische\u201c hier verbringen. \u00c4rzte, Rechtsanw\u00e4lte und Kaufleute, vornehmlich aus Berlin und anderen gro\u00dfen St\u00e4dten waren hier zu Gast. Das Anwesen strahlte Ruhe aus. Au\u00dferdem luden die naheliegenden W\u00e4lder zu langen Spazierg\u00e4ngen ein.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif;\">Als Hilfe in K\u00fcche und Haus lebte dort eine unverheiratete \u201eDame\u201c mit Namen \u201eMarta\u201c. Marta konnte neben vielen anderen Dingen auch das Jagdhorn blasen. T\u00e4glich hat sie zur Mittagszeit ein weit h\u00f6rbares Signal geblasen. Das war das Zeichen, dass die G\u00e4ste zu Tisch kommen sollten.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif;\">Zum Haus geh\u00f6rte ein gro\u00dfer Garten, der auch von Marta bewirtschaftet wurde. In der K\u00fcche wurde haupts\u00e4chlich eigenes Gem\u00fcse verarbeitet.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif;\">Auch eine m\u00e4nnliche Hilfskraft wurde besch\u00e4ftigt. Ich meine, dass er \u201ePaul\u201c hie\u00df. Paul hatte die Aufgabe, die Au\u00dfenanlagen in Ordnung zu halten. Des Weiteren war er f\u00fcr den Transport der G\u00e4ste zust\u00e4ndig. Ein Pferd war vorhanden. Je nach Bedarf wurden die G\u00e4ste per Dogkart oder Kutsche vom Schee\u00dfeler Bahnhof abgeholt oder wieder dorthin gebracht. F\u00fcr die G\u00e4ste aus der Stadt alles sehr romantisch.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif;\">Das Haus hat an der Giebelseite eine gro\u00dfe Veranda mit einem dar\u00fcber liegenden Balkon. Vom Eingang aus gelangte man in eine ger\u00e4umige Halle, an deren Hinterseite sich ein offener Kamin befand. Rechts neben dem Kamin befand sich ein Vogelbauer. Ein Papagei hatte dort seinen Platz und begr\u00fc\u00dfte jeden, der den Raum betrat laut mit \u201eLora, Lora\u201c. An der Decke hing ein Kronleuchter aus verschlungenen Hirschgeweihen und an den W\u00e4nden Bilder mit Jagdmotiven. Ein Rundweg f\u00fchrte vor dem Haus vorr\u00fcber. An dessen einen Ende ein aufgemauerter Stein mit der eingemei\u00dfelten Aufschrift: \u201eJagdhaus Westervesede\u201c.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif;\">Von der Schee\u00dfeler Stra\u00dfe aus f\u00fchrte der Weg durch zwei, aus Feldsteinen aufgemauerten S\u00e4ulen auf das Grundst\u00fcck. Die beiden S\u00e4ulen waren oben mit einem Transparent verbunden, mit der Aufschrift \u201eGast- und Pensionshaus Paul Gutheit\u201c.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif;\">Das Grundst\u00fcck reichte einstmals bis an unseren Wald. Das Ehepaar Gutheit soll eine Tochter gehabt haben. Diese hat aber nie eine Beziehung hierher gehabt. Nachdem die Eltern verstorben waren, hat sie das Grundst\u00fcck in Teilen verkauft.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif;\">Ein Teil, das an unseren Wald grenzte, kaufte Hermann Zur Heide und baute dort ein Haus. Hermann Zur Heide war damals Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer in der Firma Otto R\u00f6hrs in Schee\u00dfel. Der Auktionator Johann Friedrich Bassen hat anschlie\u00dfend den Verkauf abgewickelt. Er hat das Grundst\u00fcck geteilt. Einen Teil hat er f\u00fcr sich behalten und dort einen \u201eStall\u201c errichtet. Den anderen Teil mit den sich darauf befindlichen Geb\u00e4uden hat Johann Meyer gekauft.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif;\">Johann Meyer war H\u00e4usling bei uns. Weihnachten 1953 ist die Familie dann zum \u201eGutheitschen\u201c umgezogen. Johann und seine Frau Dora waren von 1937 bis 1953 bei uns. Sie hatten 3 S\u00f6hne.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif;\">Der \u00c4lteste, Alfred, hat Kellner gelernt, ist aber schon jung verstorben.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif;\">Der Zweite, Werner, hat Zimmermann gelernt. Nach einem schweren Unfall konnte er diesen Beruf nicht mehr aus\u00fcben. Er hat damals umgeschult zum Galvaniseur und lebt in Oldenburg. Er ist verheiratet mit einer geborenen Vorwerk aus Ostervesede.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif;\">Der dritte Sohn, Klaus, hat nach dem Tod seiner Eltern das Grundst\u00fcck \u00fcbernommen. Er ist leider schon im Jahre 2010 verstorben.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif;\">Er war verheiratet mit \u201eAnn\u201c, die aus Dortmund stammte, aber schon ein Jahr vor Klaus gestorben ist. Sie hatten einen Sohn, Marcus. Dieser hat studiert und promoviert. Er wird wohl nicht nach Westervesede ziehen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif;\">Ich verga\u00df noch, dass Klaus zun\u00e4chst beim Bundesgrenzschutz war. Danach bei der Bahnpolizei und schlie\u00dflich bei der Bundespolizei.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: verdana,geneva,sans-serif;\">Aufgeschrieben am 21.03.2011 von Fritz Meyer<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8230;. an der Schee\u00dfeler Stra\u00dfe Dieses Haus hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Es wurde erbaut von einem J\u00e4ger aus Bremen und diente mehr oder weniger als seine Jagdh\u00fctte. Von diesem hat es das Ehepaar Gutheit erworben. Paul Gutheit war ein pensionierter Staatsf\u00f6rster, aber stark gehbehindert. 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