{"id":875,"date":"2025-03-26T12:59:04","date_gmt":"2025-03-26T11:59:04","guid":{"rendered":"https:\/\/veesbook.net\/wordpress\/?p=875"},"modified":"2025-03-26T12:59:04","modified_gmt":"2025-03-26T11:59:04","slug":"joachim-peters-der-letzte-schaefer-in-westervesede","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/veesbook.net\/wordpress\/joachim-peters-der-letzte-schaefer-in-westervesede\/","title":{"rendered":"Joachim Peters &#8211; der letzte Sch\u00e4fer in Westervesede"},"content":{"rendered":"<p><strong>Joachim Peters: Der letzte Sch\u00e4fer in Westervesede<\/strong><\/p>\n<p>* 1. Oktober 1887 + 11. Februar 1960<\/p>\n<p>Er kam aus Oels Haus.<\/p>\n<p>Mit der Abfindung vom Hof in der Tasche wanderte er mit 41 Jahren am 20. M\u00e4rz 1930 von Bremen mit dem Schiff \u201eDresden\u201c in die USA aus. In Amerika angekommen verlieh er sein Geld und bekam es nicht zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Wohl deshalb kehrte er in den Kriegsjahren nach Westervesede zur\u00fcck und baute sich im \u201eGro\u00dfen Lohmoor\u201c (neben dem Moorfest-Platz) eine Erdh\u00f6hle. Dort h\u00fctete er seine und fremde Schafe in der Heide. Dieses Land wurde von Oels den Brockeler Bauern abgekauft.<\/p>\n<p>Als Westervesede nach dem Krieg von den Engl\u00e4ndern besetzt war, wurde er h\u00e4ufig zum \u00dcbersetzen geholt, da er englisch sprach.<\/p>\n<p>In den 50er Jahrer baute ihm Jokers Hermann (sen.) im \u201eGro\u00dfen Lohmoor\u201c ein kleines Haus. Dieses steht heute bei Kr\u00f6gers (Heins) und wurde dort jahrelang als H\u00fchnerstall genutzt.<\/p>\n<p>Joachim Peters verstarb am 11.02.1960. Da es noch keine Kapelle im Ort gab, fand die Trauerfeier bei Oels im ein Jahr vorher gebauten Kuhstall statt. Den R\u00fcckblick auf das Leben von Joachim Peters, den Lehrer Cordts hielt (s. u.), wurde er als \u201eletzer Sch\u00e4fer von Westervesede\u201c bezeichnet. Sein Grab befindet sich auf der Familiengrabst\u00e4tte von Oels.<\/p>\n<p><em>(z. T. aus Erinnerungen von Annegret Peters &#8211; Oels)<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<figure id=\"attachment_878\" aria-describedby=\"caption-attachment-878\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-878\" src=\"https:\/\/veesbook.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Peters-Joachim-300x189.jpg\" alt=\"Kartenrunde von Joachim Peters (links)\" width=\"300\" height=\"189\" srcset=\"https:\/\/veesbook.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Peters-Joachim-300x189.jpg 300w, https:\/\/veesbook.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Peters-Joachim-708x445.jpg 708w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-878\" class=\"wp-caption-text\">Kartenrunde von Joachim Peters; von links: Joachim Peters, Friedrich Wichern (Miesners, Deepen, geb. bei Jokers, Westervesede), ?, ?<\/figcaption><\/figure>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Lebenslauf<\/strong><\/span><\/p>\n<p>(von Lehrer Cordts geschrieben und auf der Trauerfeier verlesen)<\/p>\n<p>Unser verstorbener christlicher Bruder Joachim Peters wurde am 1. Oktober 1887 in Westervesede geboren. Seine Eltern waren die Eheleute Landwird Johann Peters und Maria geb. Wichern. In der Kirche zu Schee\u00dfel wurde er im ev.-luth. Glauben getauft. Acht Jahre besuchte er die Volksschule Westervesede und wurde anschlie\u00dfend in Schee\u00dfel konfirmiert.<\/p>\n<p>Nach der Schulentlassung war er auf verschiedenen H\u00f6fen in Oster- und Westervesede als Gehilfe in der Landwirtschaft t\u00e4tig. Nach dem ersten Weltkrieg verbrachte er mehrere Jahre auf einer Farm in Amerika und nach seiner R\u00fcckkehr kaufte er sich in Sottrum ein Haus mit Grundst\u00fcck, das er aber bald wieder ver\u00e4u\u00dferte. Viele Entt\u00e4uschungen lagen hinter ihm, als er sich schlie\u00dflich Anfang 1944 entschlo\u00df, in die Einsamkeit von Heide und Moor zu gehen und hier ein Einsiedlerleben fernab von den Menschen zu f\u00fchren. Seine ganze Sorge und Pflege galt von nun an seiner Schafherde, mit der er allt\u00e4glich, begleitet von seinem treuen Hund, durch die Heide zog.<\/p>\n<p>Etwas zehn Jahre hatte er in der Einsamkeit zugebracht, als eine schwere Erkrankung seine Aufnahme in das Rotenburger Krankenhaus notwendig machte. Hier erlitt er dann einen Schlaganfall, und seit dem war er seiner Sprache nicht mehr m\u00e4chtig. Nach seiner R\u00fcckkehr aus dem Krankenhaus zog er sich wieder in die Einsamkeit zur\u00fcck. Infolge des erlittenen Schlaganfalls waren offenbar seine geistigen Kr\u00e4fte auch in Mitleidenschaft gezogen, so dass er oft tagelang umherirrte. Da kaum Besserung seines Zustandes zu erwarten war und er allein nicht mehr fertig wurde, nahm ihn das Landeskrankenhaus in L\u00fcneburg 1955 auf. Nach f\u00fcnfj\u00e4hrigem Aufenthalt ist er dort in den Vormittagsstunden des 11. Februar 1960 gestorben. Er hat ein Alter von 72 J., 4 Mon. und 11 Tagen erreicht.<\/p>\n<p>Um seinen Tod trauern ein Bruder, 5 Nichten, 3 Neffen, mehrere Cousinen und Cousins und weitere nahe Verwandte und Bekannte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Joachim Peters: Der letzte Sch\u00e4fer in Westervesede * 1. Oktober 1887 + 11. Februar 1960 Er kam aus Oels Haus. Mit der Abfindung vom Hof in der Tasche wanderte er mit 41 Jahren am 20. M\u00e4rz 1930 von Bremen mit dem Schiff \u201eDresden\u201c in die USA aus. 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